
BEHIND THE SCENES


Exklusiver Zugang:
Ein Blick hinter die verschlossenen Türen des BND
Die Welt des Bundesnachrichtendienstes bleibt der Öffentlichkeit weitgehend verborgen. In der Vorbereitung von Unfamiliar war es daher entscheidend, sich so umfassend wie möglich zu informieren. Headwriter, Regie, Producer und Cast tauschten sich in mehreren Gesprächen mit Mitarbeitenden der Kommunikation des BND über falsche Identitäten, Arbeitsalltag und Abläufe aus. Ein hoher Rechercheaufwand – zeitintensiv, sensibel und nicht selbstverständlich. Diese Vorbereitung prägt die Serie in ihrer Tonalität und zahlt spürbar auf ihre erzählerische Qualität und internationale Anschlussfähigkeit ein.

Drehort BND
Unfamiliar ist die erste fiktionale Serie, die einzelne Szenen direkt an der Zentrale des Bundesnachrichtendienstes in Berlin gedreht hat. Die Vorbereitung des Drehs war außergewöhnlich komplex – mit hohen Sicherheitsanforderungen, präziser Planung und erheblichem logistischem Aufwand. Doch der Einsatz hat sich gelohnt: Das ikonische Gebäude im Herzen Berlins ist nicht nur ein architektonisches Wahrzeichen, sondern verleiht der Serie eine visuelle Qualität, die sich nicht einfach nachbauen lässt. Nicht zufällig beschrieb Architekt Jan Kleihues den Bau als einen Ort, der „wie ein lebender Organismus funktionieren muss, der extrem schnell auf tages- oder weltpolitische Ereignisse reagieren kann“. Ein Drehort, der mehr ist als Kulisse – und ein klarer Production-Value-Gewinn.

Crafting Identities
Eine besondere Herausforderung bei Unfamiliar waren die unterschiedlichen Identitäten, die die Figuren im Laufe ihres Lebens als Agenten immer wieder annehmen. Für die Hauptfiguren mussten wir mehrere Personas mit jeweils eigenständigen Looks entwickeln – und dabei stets den Überblick behalten, wer gerade wie heißt und welches Leben er oder sie in diesem Moment führt. Für einige dieser Identitäten wurden die Darsteller:innen zudem mithilfe eines aufwendigen De-Aging-Prozesses in der Postproduktion verjüngt. Das De-Aging in Unfamiliar wurde auf Grundlage der gedrehten Szenen nachträglich umgesetzt und basiert auf einem hybriden Ansatz aus klassischem Digital Make-up und KI-gestützten Workflows, der darauf ausgelegt war, die Performance der Darsteller:innen vollständig zu bewahren und gleichzeitig einen subtilen und konsistenten Look über mehr als 300 Shots und mehrere Schauspieler:innen hinweg umzusetzen.
Hidden in Plain Sight
Berlin ist nicht nur Schauplatz der Serie, sondern wird bei Unfamiliar selbst zum Main Act. Jedes Motiv musste dem Genre des Spy Thrillers dienen: Sichtbarkeit wird zur Gefahr, Nähe zur Tarnung, Beobachtung zur Waffe. Vor diesem Hintergrund floss viel Zeit und Aufmerksamkeit in die Locationsuche. Berlin sollte un(v)erkennbar werden: Ikonische Gebäude der Stadt wurden bewusst anders inszeniert und Sehgewohnheiten gezielt unterlaufen. Was zeigt sich – und was bleibt verborgen? Unfamiliar erschließt Berlin aus neuen, oft unerwarteten Perspektiven und nimmt Orte ins Visier, die in der maßgeblichen Spionagegeschichte der Hauptstadt eine besondere Rolle gespielt haben. Bekanntes wird neu erzählt, visuell gebrochen und in ein Spannungsfeld aus Geschichte, Gegenwart und Geheimnis überführt.
Das Safe House
Unsere Hauptfiguren Meret und Simon führen unentdeckt von ihrem echten Leben ein Safe House. Mitten in Berlin. In einem Plattenbau. Dieses zentrale Motiv stellte das Team vor eine besondere Herausforderung: Das Hauptmotiv musste einerseits für die vielen Stunts entsprechend präpariert werden, anderseits galt es aus den authentischen räumlichen Begebenheiten eines beengten Plattenbaus ein dem Genre entsprechendes spannendes immersives Erlebnis zu machen. Um einem solchen komplexen Set gerecht zu werden, wurde die Wohnung im Studio detailgetreu gebaut mit vielen versteckten Tricks, von doppelten Wänden über falsche Türen bis hin zur Überwachung der Überwachungskamera. Alles, was das Agenten-Herz eben begehrt.